Blogparade: Serien – Meine Guilty Pleasures

Frau Margarete geht mit ihrer Serienparade in die 8. Runde und frägt dieses Mal nach den Guilty Pleasures – also Serien, die einem vielleicht peinlich sind oder die von der Öffentlichkeit verpöhnt werden, während man selbst vielleicht gar nicht genug davon bekommen kann.

Und nach genau diesen wird dieses Mal gefragt. Also fangen wir an:

Welche deiner Lieblingsserien ist dir ein bisschen peinlich?

 

Peinlich ist mir eigentlich keine Serie. Ich schau die Serien schließlich, weil sie mir gefallen. Was jemand anders davon hält, ist mir letztlich egal. Da bin ich als Sci-Fi-Fan vermutlich ohnehin ziemlich resistent, denn als Anhänger dieses Genres ist man Kopfschütteln ja schon gewohnt.
Ich bin es gewohnt, dass man bei meinem Seriengeschmack den Kopf schüttelt, aber peinlich ist mir eine Serie deswegen noch lange nicht. Mir gefällt letztlich ja auch nicht alles, was andere schauen. Beim Serien schauen ist es doch wie bei jedem anderen Hobby: Hauptsache man hat Spaß dabei!

Welches Format schaust du gerne, obwohl du denkst, dass es keinen besonders hohen Anspruch oder keine gute Qualität hat?

 

Da fallen bei mir vermutlich die typischen Krimiserien-Verdächtigen rein. Konkret waren und sind das bei mir Navy CIS, Navy CIS: New Orleans, CSI: Miami und CSI: NY. Versteht das nicht falsch: Ich finde die Serien super, was hauptsächlich an den Charakteren und der Team-Dynamik liegt. Aber zum einen sind sich die Fälle natürlich immer wieder mal ähnlich und hat man genügend Episoden intus, kann man häufig den Fall auch schon gleich mal zu Beginn der Episode lösen. Prinzipiell ist es meist ein- und dieselbe Routine und nur die größeren Handlungsbögen weichen voneinander ab, wobei diese in einer Mehrheit der Episoden natürlich nicht im Mittelpunkt stehen. Storytechnisch schau ich die Serien eigentlich nur zum Abschalten und zum Unterhalten, nicht, weil ich besonders anspruchsvolle Kost möchte.

Geschaut habe ich früher auch (natürlich!) Knight Rider, Relic Hunter, Superman – Die Abenteuer von Lois und Clark, Highlander, Zorro (und sicher noch ein paar mehr, die in diese Sparte fallen!). Das sind Serien, die sind super, die gefallen mir und die würde ich bei Gelegenheit sicher wieder schauen. Da sie meist allerdings Episode für Episode nach dem gleichen Konzept ablaufen und oftmals nur einen geringen roten Faden durch ihre gesamte Laufzeit verfolgen, denke ich, sind sie aber nicht unbedingt das Paradebeispiel für hohen Anspruch was Mitdenken angeht. Eben einfach Unterhaltung pur nach einem anstrengenden Tag!

Welche Serie findet jeder doof, nur du nicht?

 

Ohje, wo soll ich da nur anfangen? XD

Prinzipiell habe ich bei vielen Serien, die ich schaue, das Gefühl, dass in meinem direkten Umfeld die meisten nicht verstehen können, wie man gerade DAS schauen kann. Online sieht die Sache zum Glück wieder anders aus. Die Erfahrung machte ich bereits vor Jahren in Sachen Stargate.

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass online weniger Unverständnis aufkommt und sich häufig Communitys zu verschiedenen Serien finden, über die ich in meinem direkten Umfeld ohnehin nicht sprechen kann, gibt es so manche Serie, die selbst online als Außenseiter gilt oder bei der viele Menschen sagen „WHAT???!!!“

Ich versuch jetzt einfach mal ein paar dieser Beispiele anzuführen:

  • Prison Break – Ich bin tatsächlich erst auf die Serie aufmerksam geworden, als sie beendet war. Tatsächlich wurde ich auf die Serien durch einen der Darsteller aufmerksam. Robert Knepper, der auch bei Stargate: Universe mitwirkte (ich schrieb einen Bericht über das Panel bei Stargate-Project.de), stand bei der London Film and Comic Con 2011 für eine Frage-/Antwortstunde auf der Bühne. Zwangsläufig wurden zahlreiche Fragen zu Prison Break gestellt und irgendwann wurde ich neugierig. Als wenige Wochen später bei einem DVD-Händler Ausverkauf war und die Staffeln je 10 Euro kosteten, schlug ich zu. Und bereute es nicht. Wenngleich jetzt noch eine Fortsetzung zu Prison Break folgen soll, herrscht meines Erachtens nach eher eine Stimmung à la „Wer schaut denn das bitte an?“ vor.
  • Heroes – Ein ähnliches Phänomen wie Prison Break (und auch hier gibt es nun eine Fortsetzung!), denn jeder ließ sich zumindest von der ersten Staffel mitreißen. Wenn die Sprache dann aber auf Staffel 2 bis 4 fällt, schlägt einem das Unverständnis aber völlig entgegen. Zugegeben, die Serie hatte einen Hänger, war dann aber auch wieder richtig gut. Mir gefällt’s, was andere wiederum gar nicht verstehen können.
  • Spartacus – Auweia, ich seh die Augen schon verdrüllen XD Spartacus war lange Zeit in aller Munde, was nicht zuletzt an den äußerst expliziten Szenen lag. Sagen wir an dieser Stelle, die Serie hat ihr FSK 18 verdient… Schnell war die Serie aber verschrien, eben wegen dieser expliziten Szenen. Was all denjenigen entging, die abschalteten, waren spannende Intrigen und gutes Storytelling. Was soll ich sagen? Die DVD-Box steht bei mir im Regal und ich werde die Serie definitiv wieder schauen.

Alles noch nicht so schlimm? 😀 Ich setz noch eines drauf:

  • Power Rangers – Die Serie, die in den 90ern (und teils heute noch) die Eltern auf die Barrikaden brachte, wegen all der bösen, bösen Gewalt. Habt ihr schon mal durch die heutigen Jugendserien gezappt? Alter Falter, da ist Power Rangers ein Dreck dagegen. Power Rangers ist wohl mein Guilty Pleasure schlechthin. Hey! Es sind immerhin die Helden meiner Jugend! Die DVD-Boxen stehen in meinem Regal und werden auch noch regelmäßig hervorgekramt. Neben der Gewalt werden häufig auch die skurrilen Monster angeprangert und die oftmals „herumgehampelten“ Kämpfe. Was viele deutsche Zuschauer allerdings nicht wissen, ist, dass die Serie auf einer japanischen Serie basiert und aus dieser auch zahlreiche Szenen verwendet (gerade die Kampfszenen, in denen die Rangers im Anzug zu sehen sind). Habt ihr schon mal asiatische Kampfkunstfilme gesehen? Und wie da herumgefuchtelt wird? Hier treffen zwei Kulturkreise aufeinander, was die Serie für viele westliche Zuschauer ins Lächerliche abdriften lässt – schlicht, weil man nicht daran gewohnt ist. Was dabei vergessen wird, ist, dass Power Rangers in vielen Aspekten eine Vorreiter-Rolle inne hat, denn die Serie brachte Jugendlichen schon in den 90ern Themen wie Team-Geist, Freundschaft, gesunde Ernährung, Sport, Umweltschutz, Vertrauen, Selbstbewusstsein & Co. näher. So hatte gerade in den früheren Staffeln jede Episode eine Botschaft zum Inhalt, die kämpferischen Auseinandersetzungen waren lediglich das nette Beiwerk.

So viel nun mal von meiner Seite. Ihr könnt natürlich auch gerne noch bei diesem Artikel vorbeischauen, der eine Liste aller Serien umfasst, die ich geschaut habe und schaue und der natürlich regelmäßig geupdatet wird!

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Power Rangers ist ja wohl richtig mega! Da bin ich so einer Meinung mit dir 😀
    Ich habe das so gern geguckt, als ich klein war. Meine Freunde fanden das auch total cool und wir haben immer diskutiert, wer aus unserer Clique welche Farbe wäre und so.. Haha alte Kindheitserinnerungen werden wach^^ Das muss ich mir nochmal reinziehen irgendwann…

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