Diese 10 Dinge dürfen in Deiner Cosplay-Schmiede nicht fehlen!

Jedes Kostüm, das du erstellst ist anders. Anderer Schnitt, anderes Ausgangsmaterial, gänzlich andere Herausforderungen und Herangehensweisen. Und doch gibt es einige Dinge, die weit öfter zum Einsatz kommen, als nur bei einem einzigen Kostüm. Wenn du dich also nicht nur auf 1 bis 2 Kostüme festlegst, sondern voll und ganz vom Cosplay-Virus infiziert wurdest, wirst du schnell feststellen, dass du so manches Hilfsmittel oder Material weit öfter benötigst, als du dir das zunächst vorgestellt hast.

In den Jahren, in denen ich nun Kostüme baue, habe ich so manches entdeckt, das bei mir nun ständig „herumlungert“. Was das ist, das sich lohnt, immer im Haus zu haben oder es stets nachzukaufen, sobald sich der Bestand leert, erfahrt ihr hier:

1 – Papier
Papier gehört natürlich zur Grundausstattung und das am besten in sämtlichen Varianten: weißes Druckerpapier, kariertes Papier, Zeichenblock und Packpapier zum Schnittmuster aufzeichnen. Papier sollte immer genügend vorhanden sein – und sei es nur, um eine Idee kurz zu skizzieren und zu notieren.

2 – Lineal, Schere & Co.
Diese Bürountensilien sind natürlich ein absolutes Muss. Konkret sind das bei mir: diverse Stifte (Bleistifte, Fineliner, Edding, etc.), Schere, Papiermesser, Lineal, Geodreieck, Maßband. Und ganz wichtig: Büroklammern!

3 – UHU Alleskleber
Du kannst natürlich auf die Marke deines Vertrauens setzen. Für mich hat sich der UHU Alleskleber als die optimale Lösung herausgestellt, um Papier, Moosgummi, Stoff und vieles weitere zu verkleben. Statt der Flasche kaufe ich die Tube. Die ist handlicher und man kann damit besser dosieren, als mit der Flasche – aber das kommt natürlich auch immer darauf an, wie man es gewohnt ist. Wichtig ist, dass du auf den „ganz normalen“ Kleber setzt. Lösungsmittelfrei ist gut und recht, aber hält dauerhaft nicht gut genug zusammen, um im Kostümbau oder beim Pepakura zum Einsatz zu kommen. Mit tropffreien Lösungen habe ich die Erfahrung gemacht, dass diese gelartig aus der Tube kommen und leicht Klümpchen bilden. Das geht noch bei größeren Klebeteilen und Flächen, wenn es aber wie beim Pepakura auf Millimeterarbeit ankommt, ist das hinfällig.

4 – Moosgummi
Du solltest immer etwas Moosgummi parat haben. Damit kann man beim Nähen unterpolstern oder die Grundlage von Formen gestalten – auch in Kombination mit Pepakura. Moosgummi lässt sich super leicht bearbeiten, auch gut nähen und mit Holzleim sogar bis zu einem gewissen Grad verhärten. Eine Anschaffung, die ich nie bereue.
Tipp! Du solltest auf Moosgummi aus dem Fachhandel oder der Bastelabteilung von Kaufhäusern setzen. Moosgummi vom 1-Euro-Laden ist zwar billig, aber leider nicht nur in Sachen Preis. Die Platten sind meist dünner und noch dazu gummiartiger, womit sie sich schlechter verarbeiten lassen.

werkzeug cosplay5 – Gutes Werkzeug
Für den Kostümbau braucht man je nach Outfit nicht unbedingt Unmengen an Werkzeug, aber ein gewisses Basis-Set sollte auf jeden Fall im Haus sein. Dazu gehören bei mir: Säge, Hammer, Schraubenzieher (am Besten einen mit Bit-Set)

6 – Heißluftfön
Worbla, Kobracast & Co werden immer beliebter, was auch kein Wunder ist: Sie lassen sich in alle Richtungen biegen, sind hart im Nehmen und dabei – im Gegensatz zu GFK & Co. – ungefährlich zu verarbeiten.
Bei diesen Materialien handelt es sich um thermoplastische Kunststoffe. Das heißt, sie verformen sich, wenn sie heiß gemacht werden. Mit einem gewöhnlichen Haushaltsfön sind diese Temperaturen nicht oder nur sehr schwer zu erreichen. Ein Heißluftfön kostet nicht die Welt und kann immer wieder mal eingesetzt werden, um mit solchen Materialien zu arbeiten oder auch bei gekauften Kits aus HIPS, ABS und Co etwas nachzubessern.
Gerade zu Beginn solltest du allerdings langsam an die Sache herangehen und erst einmal austesten, wie sich die Materialien verhalten, wenn sie warm gemacht werden. Worbla verzeiht leicht, bei ABS und anderen Kunststoffen sieht es da schon anders aus und ein Schaden kann entstehen, der nicht so leicht zu reparieren ist.
Vorsicht ist beim Umgang mit einem Heißluftfön allerdings geboten: Das Ding hat seinen Namen nicht umsonst und wird schnell mal mehrere 100 Grad heiß. Den Fön sollte man daher nur am Griff halten und die Düse möglichst weit weg von irgendwelchen Körperteilen halten.

7 – Heißklebepistole
Wo wir schon bei „heiß“ sind, darf auch die Heißklebepistole nicht fehlen. Diese eignet sich zwar nicht für alles, aber kann manchmal doch ganz nützlich sein, vor allem bei Arbeiten mit EVA oder Moosgummi. Achte dabei darauf, dass es zwei verschiedene Arten von Heißklebepistolen gibt, die über unterschiedliche Temperaturbereich verfügen. Die im Niedrigtemperaturbereich ist manchmal zwar ganz hilfreich, seid ich aber eine im Hochtemperaturbereich habe, möchte ich die nicht mehr hergeben. Aber Vorsicht! Auch hier ist heiß wirklich heiß! Also aufpassen, wo der Heißkleber landet. Auf den Fingern tut der gar nicht gut… :-/

8 – Drucker
Egal, ob du einen Drucker zuhause hast (was natürlich ideal ist!) oder du andernorts die Möglichkeit hast, zu drucken… Es ist immer wichtig. Gerade wenn du direkt an einem Projekt arbeitest, hast du nicht immer die Gelegenheit am PC, Notebook oder Tablet zu sitzen und zu vergleichen. Eine Auswahl ausgedruckter Referenzbilder ist  hier am besten geeignet. Und wer Pepakura macht, ist ohnehin auf einen Drucker angewiesen!

9 – Pepakura Viewer
Das bringt uns auch schon zum nächsten Punkt: Manchmal ist es einfach praktisch, wenn man ein fertiges Pepakura zur Verfügung hat, egal ob kostenfrei oder gekauft. Mit dem Pepakura Viewer hast du die Möglichkeit, diese Pepakura-Dateien zu öffnen und auszudrucken. Der Pepakura Viewer ist kostenlos verfügbar und ist zudem extrem hilfreich. Denn du kannst das Teil, das du gerade bearbeitest auswählen und dir somit anschauen, welcher Schritt als nächster zu unternehmen ist.

Stoff Auswahl richtig treffen10 – Zu guter letzt: Die Nähmaschine
Ja, ich weiß, es gibt Kostüme, da kann man sich viel zusammenkaufen, dann vielleicht noch ein bisschen etwas von Hand ändern, etc. Aber erfahrungsgemäß sind das die wenigsten Kostüme. Denn irgendetwas zum Nähen gibt es immer, und sei es nur ein Klettverschluss, der ein Rüstungsteil am Unteranzug hält. Hast du schon mal versucht Klettverschluss mit der Hand zu nähen? So toll ist das nicht, besonders dann nicht, wenn der Stoff, auf dem er befestigt werden soll, auch noch sehr fest ist.

So sieht es also in meiner Kostüm-Schmiede aus. Und wie sieht es bei dir aus? Auf welche Dinge greifst du beim Erstellen verschiedener Kostüme mit größter Häufigkeit zurück?

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