Flug mit Transavia – April 2017

Im April 2017 flog ich mit Transavia Airlines nach Barcelona und zurück. Für mich war es der erste Flug mit Transavia und dementsprechend war ich gespannt, wie mein Fazit zu dieser Airline ausfällt. Bei Transavia handelt es sich um einen Billigflieger. Diesen gegenüber bin ich nach einigen schlechten Erfahrungen eher skeptisch eingestellt. Andererseits handelt es sich um die Tochter der Air France-KLM, was sich ja nicht so schlecht anhört.

Das Bändchen-Chaos

Geflogen bin ich lediglich mit Handgepäck in Form eines Rucksacks. Das war auch das größte Manko: das Handgepäck. Denn hier steht jedem Gast nur ein Stück zu. Beim Check-in oder spätestens am Schalter wird das Handgepäck dann abhängig von der Größe in zwei Kategorien eingeteilt:

  • grünes Bändchen – die Mitnahme in der Kabine ist garantiert
  • rotes Bändchen – die Mitnahme in der Kabine ist nicht garantiert, es kann sein, dass das Handgepäckstück am Gate herausgezogen und (kostenfrei) im Frachtraum verstaut wird

Gerade auf dem Hinflug herrschte für mich persönlich ein wenig Verwirrung, als es um diese Bändchen ging. Mein Rucksack erhielt ein grünes Bändchen. So gut wie jeder Trolley erhielt ein rotes Bändchen. Am Gate sprach man schließlich davon, dass aufgrund dessen, dass der Flieger ausgebucht sei, noch Personen gesucht würden, die ihr Handgepäck freiwillig im Frachtraum verstauen würden. Das klang fast so, als würden alle roten Bändchen einkassiert werden, und zusätzlich bittet man grüne Bändchen, das Gepäck ebenfalls (wenn auch freiwillig) abzugeben.

Das war letzten Endes aber nicht der Fall. Stattdessen ging das Personal immer und immer wieder umher und sprach Inhaber roter Bändchen an, ob sie nicht so freundlich wären, ihr Gepäck abzugeben. Das ist natürlich einerseits sehr kulant, andererseits muss man sagen, es wurde an zahlreichen Stellen darauf hingewiesen, dass rote Bändchen jederzeit gebeten werden können, ihr Gepäck abzugeben, sodass man es auch einfach hätte einkassieren können. Wo andere Airlines schon zu rigoros sind, schien das Vorgehen von Transavia fast zu gutmütig.

Nach einigen Verzögerungen beim Boarding – auch aufgrund dieser Bändchen-Politik – ging es dann aber relativ zügig voran und wir konnten recht pünktlich abheben.

Alles klar soweit…

Sowohl beim Hin- wie auch beim Rückflug konnte ich nichts Negatives feststellen. Dass man für Essen und Getränke an Bord zahlen muss, war von vornherein klar. Ich hatte aber vor dem Abflug schon gut vorgesorgt. Airbräu, anyone? 😀 Die Beinfreiheit war auch nicht geringer als bei anderen Billigfliegern und Start und Landung verliefen problemlos.

Zwar wurden – wie gehabt – wieder allerhand tolle Artikel angepriesen. Aber nicht so aufdringlich, wie es manche andere Airline handhabt. Die Flugbegleiter gingen lediglich damit durch, hielten einem die Artikel aber nicht gleich direkt unter die Nase. Wollte man etwas kaufen, konnte man. Wollte man nicht, zog die ganze Sache schlichtweg an einem vorbei.

Fazit

Insgesamt war der Flug mit Transavia Airlines allerdings äußerst angenehm. Abgesehen von dem Bändchen-Chaos, das mich letztlich allerdings nicht betraf und sich dann auch irgendwie auflöste, gibt es nichts zu kritisieren. Nur schade, dass sich Transavia wohl bereits Ende des Jahres schon wieder aus München zurückzieht :-/

 

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