Schottland 2016 – Tag 7: Drumnadrochit – Urquhart Castle – Inverness

Nach einer äußerst unruhigen und wenig erholsamen Nacht in einem der ungemütlichsten Doppelbetten EVER brachen wir morgens zeitig auf. Wir zeigten uns von unserer sportlichen Seite und wanderten die paar Kilometer zu Urquhart Castle. Auch hier zeigte sich erneut, dass die Touristenmassen im Vergleich zu 2009 enorm zugenommen hatten. Waren wir 2009 morgens zur Öffnungszeit noch fast allein, stand nun schon eine ganze Traube von Menschen vor dem Visitor Centre um Tickets zu erstehen.

Urquhart Castle, Loch Ness, Schottland

Wir waren aber noch ziemlich weit vorne dran und konnten uns einen guten Platz im kleinen Kino sichern, wo alle 20 Minuten ein 8-minütiger Film gezeigt wird. Dieser Film fasst in sehr, sehr knapp die Geschichte von Urquhart Castle zusammen und erklärt, weshalb die Burg trotz ihrer einst bedeutenden Rolle nun nur mehr eine Ruine ist und gibt einen guten Überblick über die Bedeutung, die der Standort in den vergangenen Jahrhunderten hatte.

Nach dem Film öffnet sich der Vorhang, die Leinwand fährt hoch und man genießt Panoramablick auf Urquhart Castle, ehe man sich selbst auf Erkundungstour begeben kann. Der Film kann auf Wunsch vom Museums-Personal mit einer Vielzahl von Untertiteln unterlegt werden, damit nahezu jeder die Gelegenheit hat, ihn zu sehen. Natürlich kann man es auch sein lassen und sich gleich nach draußen begeben. Wer das tut, hat meiner Meinung nach aber auf jeden Fall etwas verpasst.

Vom Visitor Centre führt ein geteerter Weg in die Ruine. Überall waren dieses Mal bereits zahlreiche Touristen unterwegs, auf dem Freigelände konnte man sich aber noch relativ gut bewegen. Eng wurde es dann im Turm. Der Turm ist ohnehin schon nichts für Personen mit Platzangst. Nun strömten die Menschen aber in beide Richtungen und wie ihr auf dem Bild seht, ist der Aufgang je nach Körperbau ohnehin schon reichlich eng. Deshalb begaben wir uns zwar nach oben, ließen den „Keller“ dieses Mal aber getrost bleiben. Da ist es eh nur dunkel XD

Urquhart Castle, Loch Ness, Schottland

Wer Platzangst hat, hat im Hauptturm der Ruine definitiv ein Problem.

Nach etwa 1,5 Stunden waren wir durch und machten uns allmählich auf den Rückweg zum Hostel, wo wir unsere Sachen abholten und an die Bushaltestelle marschierten. Der Bus nach Inverness kam fast pünktlich und brachte uns nach einer relativ kurzen Fahrt in die Stadt. Inverness liegt mit dem Bus schließlich auch nur rund 30 Minuten entfernt. Kein Vergleich also zu den anderen Fahrten, die wir bis zu diesem Zeitpunkt schon unternommen hatten. Von der Bus Station in Inverness mussten wir nicht lange laufen, um unser Hotel zu erreichen, das sich in zentraler Lage direkt am Bahnhof befindet, das Royal Highland Hotel.

Wir hatten eigentlich gehofft, dass wir günstiger unterkommen, doch fanden wir immer noch ein relatives gutes Angebot, bedenkt man, dass Inverness zu dem Zeitpunkt nahezu ausgebucht war. Doch dem nicht genug. Übernachteten wir in der vergangenen Nacht noch in einer umgebauten – ja, was war das eigentlich? – Garage oder Mitarbeiterküche, fühlten wir uns an diesem Tag schon fast wie wahre VIPs.

Ui,.... Unser Zimmer hat nen Namen :D

Ui,…. Unser Zimmer hat nen Namen 😀

Beim Check-in in der pompösen Eingangshalle erhielten wir plötzlich nicht nur unsere Zimmerschlüssel, sondern auch noch zwei Gutscheine. Zum einen für einen Afternoon Tea – natürlich nicht die kleine Variante. Nein, die große Version wurde es. Ein kostenfreies Abendessen inkl. Vorspeise oder Nachspeise sowie eine gratis Flasche Wein gehörten ebenfalls zum Paket. Öhm… davon waren wir dann doch ordentlich überrascht, denn uns war nicht klar gewesen, dass dies in unserem Tarif enthalten war. Unser Zimmer selbst war zwar nicht allzu geräumig, aber es machte doch etwas her. Vor allem das Bad war natürlich eine Wohltat nach dem vergangenen Abend. Inklusive Regendusche! Juhu!

Eine Dusche hatten wir später dann aber auch noch. Unfreiwillig. Kalt. Bäh. Aber zunächst ging es zum Tee. Yumm, lecker. Natürlich klassisch auf einer Etagere mit drei Ebenen, durch die wir uns durchfuttern konnten. Vor allem die Scones waren der Hammer! Aber auch die Sandwiches waren – wenn auch sehr schlicht – äußerst lecker und die kleinen, süßen Teilchen hatten wenigstens keine so unangenehmen Überraschungen parat wie die ein Jahr zuvor in London.

Inverness Afternoon Tea The Royal Highland Hotel

YUMMY!

Die Dame im Cafe super nett und plauderte mit uns eifrig über unsere Rundreise. Ob wir schon auf Skye waren. Da sei es super. Ja, waren wir. Wow, toll, hat es euch gefallen? Oh jaaaaa, das hat es! 😀

Vollgefressen, wie wir waren, ging es erst einmal ein wenig zum Souvenirshoppen in die Stadt. Das Museum hatte an dem Tag leider nicht geöffnet und auch sonst fiel die Auswahl an Aktivitäten an einem Sonntag etwas mau aus. Also sollte es Inselhopping werden. Wir hatten die vergangenen Tage ja schließlich auch genug Action. Gemütlich spazierten wir los, als es dann auch schon zu schiffen begann. Und es regnete nicht einfach so. Es schiffte wie aus Eimern. Kalt wurde es dann auch noch. Was freuten wir uns also auf unsere Luxusdusche im Hotel!

sc-inverness-002

Da wir in Inverness ohnehin nichts anderes tun wollten, als zu chillen und uns eine kleine Auszeit von all dem Sightseeing zu gönnen, ließen wir den Abend dann noch gemütlich ausklingen. Dazu gehörte auch das Abendessen, das wir auf den Gutschein bestellten. Leider ging das nicht ganz problemlos von Statten. Während ich mein bestelltes Gericht erhielt, musste meine Schwester feststellen, dass man ihr das falsche serviert hatte. Nachdem das dann von der Bedienung dreimal mit der Küche abgeklärt wurde, kam dann eine halbe Stunde später auch das, was sie haben wollte. Das Essen war lecker. Der Frust mit der Bedienung (es gingen dann noch ein paar Sachen schief) trübte den Abend aber allerdings etwas.

Dennoch ließen wir uns den Spaß nicht nehmen und chillten noch etwas weiter auf unserem Zimmer, ehe wir relativ früh zu Bett gingen. Es sollte ja auch äußerst früh wieder losgehen!

 

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