Serienparade: Leben und Tod von Serienfiguren

Entertainment

Nachdem ich die letzten Wochen aus zeitlichen Gründen aussetzen musste, kann ich dieses Mal endlich wieder in die Serienparade bei Frau Margarete einsteigen. Und das Thema ist auch ein ziemlich spannendes. Es geht um das Leben und den Tod von Serienfiguren.

Andererseits ist das Thema aber auch ziemlich schwierig. Gerade wenn ich über die Frage

Und welche Szenen zum „Leben“ blieben dir im Gedächtnis: Vielleicht ein besonders dramatische oder emotionale Geburt? Szenen, in denen jemand nur knapp überlebt hat und das Leben dann wieder zu schätzen wusste?

nachdenke, muss ich zunächst erst einmal passen. Aber mal schauen, was mir im Verlauf des Blog-Beitrags noch einfällt XD

Daher widme ich mich zunächst einmal der Frage:

Welcher Serientod ging dir richtig nah oder war richtig dramatisch?

 

  • Carson Beckett in Stargate: Atlantis
PaulMcGillion - Stargate: Atlantis - hevron 8.0

Paul McGillion, Darsteller des Carson Beckett, auf der „Stargate“-Convention Chevron 8.0

Als Stargate-Fan fällt mir dazu sofort Carson Beckett ein, der in Staffel 3 aran glauben musste. Da der Charakter meine absolute Lieblingsfigur in einer meiner absoluten Lieblingsserien ist, tat der Abschied in diesem Fall besonders weh. Zunächst durfte man sich noch freuen, dass der gute Carson nach Staffel 1 für Staffel 2 und 3 in den Maincast befördert wurde, dann schrieb man ihn schon einige Episoden vor dem Staffel-3-Finale wieder heraus – ein Ausstieg, der nicht von Schauspieler Paul McGillion, sondern von den Autoren ausging.

Was viele Fans und nicht nur mich besonders enttäuscht hatte, war die Tatsache, dass Carson Beckett in einer absolut hirnrissigen Weise (explodierender Tumor — WTF???!!!) herausgeschrieben wurde, um einem Red Shirt, das Leben zu retten (nicht mal einem der anderen Hauptcharaktere).

Die von Jewel Staite (nichts gegen Jewel Staite – in Firefly und anderen Serien ist sie große Klasse!) dargestellte Dr. Keller war dann wohl der neue Liebling der Autoren, denn keine Folge verging mehr ohne sie und ihr panisches Kreischen, wenn das Team ihr mal wieder den Allerwertesten retten musste. Wenn es also auch die Frage geben sollte, welche Serienfigur gerne hätte das Zeitliche segnen dürfen, es aber leider nicht tat, für mich stünde die werte Dr. Keller ganz weit oben…

  • (Fast) alle Gladiatoren in Spartacus

Spartacus ist eine ziemlich umstrittene Serie. Einerseits wird sie hoch gelobt, andererseits wird sie für ihre nicht jugendfreien Szenen – sowohl Gewalt, als auch Sex – ziemlich zerpflückt. Für mich ist Spartacus eine großartige Serie, die neben all der Action und dem Gemetzel auch viel Zeit in die Entwicklung der Charaktere und das Spinnen von Intrigen steckt.

Ich denke, die meisten, die die Serie ebenso gesehen haben, werden mir zustimmen, wenn ich sage, dass es das Serien-Ende wirklich in sich hatte. Natürlich war von Anfang an klar, dass die Serie für die Gladiatoren kein gutes Ende nehmen würde, aber schlucken muss man dann schon, als bereits wenige Folgen vor dem Finale Crixus fällt und im Finale all diejenigen, die die Schlacht überlebt haben, ans Kreuz genagelt werden. Heftig! Und meiner Meinung nach war die Red Wedding aus Game of Thrones ein Dreck dagegen! Aber auch der Verlust von Spartacus‘ bestem Freund Varo, der bereits in Staffel 1 durch die Hand von Spartacus selbst sterben musste, war schon ziemlich krass.

Einen realen Verlust sollte man bei Spartacus aber erst recht nicht vergessen: Andy Whitfield, der Darsteller des Spartacus in Staffel 1, starb während der Dreharbeiten an Krebs. Das war vermutlich für viele der schmerzhafteste Verlust in der ganzen Serien, wenngleich der von Whitfield abgesegnete Darsteller Liam McIntyre meiner Meinung nach großartige Arbeit leistete und der Figur Spartacus und der Arbeit Whitfields gerecht wurde.

  • Über einen dritten Serientod schreibe ich am Ende des Artikels, da es sich um einen großen Spoiler für die 2. Staffel Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. handelt. Ich lasse oben und unten genug Platz, sodass ihr zum eventuellen Kommentieren einfach schnell drüberscrollen könnt.

 

Da wir nun schon beim Thema Tod sind, noch meine Antwort auf die Frage:

Hast du dich vielleicht schon mal über einen Serientod gefreut?

  • Ich glaube jeder Game of Thrones Fan, weiß was ich hier schreibe… Genau! Joffrey! Diese kleine Mistratte! Da war ich wirklich froh, als der endlich abdankte und von mir aus hätte das schon viel früher der Fall sein können.
  • Und noch einmal Spartacus: als Ashur endlich abnippelte, war ich auch nicht unbedingt traurig. Der hatte es nicht anders verdient, nachdem er Spartacus und seine Leute – und jeden anderen – so oft hintergangen und verraten hatte.

 

So und jetzt sind wir fast am Ende des Artikels und ich habe immer noch Probleme die Fragen

Und welche Szenen zum „Leben“ blieben dir im Gedächtnis: Vielleicht ein besonders dramatische oder emotionale Geburt? Szenen, in denen jemand nur knapp überlebt hat und das Leben dann wieder zu schätzen wusste?

zu beantworten, was wohl hauptsächlich daran liegt, dass ich so typische Drama-/Herzschmerzserien nicht schaue. Was letztere Frage am ehesten beantworten dürfte, sind wohl…

  • Rodney McKay in Stargate: Atlantis

In der Episode Tao of Rodney scheint der meist alles andere als einfache Rodney McKay zu sterben. Als er erkennt, wie er mit den Leuten, die ihm eigentlich am Herzen liegen, umgeht, versucht er seine verbleibende Zeit zu nutzen, um ihnen etwas zurückzugeben und zu zeigen, wie dankbar er für ihre Freundschaft ist. Vor allem hat man hier das Gefühl, dass es nicht dem Grund geschieht, dass er vor seinem Tod mit sich ins Reine kommen möchte, sondern aus Erkenntnis.

  • Agent Coulson in Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.
Anzeige Im Kinofilm The Avengers wurde Phil Coulson von Loki getötet, in Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. – das bekanntermaßen nach The Avengers spielt – stellt er ein Team zusammen, um sich außergewöhnlicher Fälle anzunehmen. Was dazwischen geschah: ein Mysterium, auch für ihn. Er geht davon aus, schlicht wiederbelebt worden zu sein.

Doch als nach und nach klar wird, dass dem nicht so war und er letztlich dem Rätsel auf die Spur kommt, begreift er, welches Ausmaß seine Rückkehr von den Toten tatsächlich hatte. Zunächst ist er wütend auf Nick Fury, dass er so viel riskiert hat, um einen einzigen, ganz normalen Agenten zu retten, doch als dieser ihm seine Gründe darlegt, wird Coulson bewusst, dass er diese zweite Chance nur umso deutlicher nutzen muss.

Ich bin mir sicher, sobald ich diesen Post abgesetzt habe, fallen mir urplötzlich noch zig Sachen ein, aber irgendwann ist auch genug gegrübelt. Ich bin auf eure Meinung und eure Beiträge zur Parade gespannt und freue mich auf die nächsten Themen 🙂

 

Wer jetzt noch den Spoiler lesen möchte, muss weiter scrollen, wer den Spoiler nicht lesen möchte, muss fleißig noch weiter scrollen und kann ihn so überblättern.

 

 

 

 

 

 

Agent Triplett in Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.

Da dachte ich mir nur „Sch…!!! Echt jetzt?!“ Das kam überraschend und hätte für mich jetzt nicht wirklich sein müssen. Trip hatte sich ziemlich gut ins Team eingefügt und war ein cooler Charakter, der stets für Action und flotte Sprüche sorgte. Von ihm hätte ich gern mehr gesehen. Das kam wirklich plötzlich und unverhofft :-/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Den Spoiler am Ende habe ich überscrollt, weil ich bei Agents of Shield noch nicht so weit bin, daher danke für die Warnung 😉
    Zum Thema Leben fällt es den meisten schwer, passende Momente zu finden (mir auch!) – von daher finde ich dein Beispiel mit Agent Coulson richtig toll. Das passt wirklich sehr gut, wäre mir aber, glaube ich, nicht eingefallen 🙂

    • Ich mag es bei vielen Serien auch nicht, gespoilert zu werden, von daher für mich selbstverständlich die Warnung.

      Freut mich, dass dir das Bsp mit Agent Coulson gefällt. Das ist mir auch eher spontan eingefallen, nachdem ich lange, lange Zeit über diverse Situationen in Serien nachdachte. Aber wie du sagst, andere scheinen mit der Frage auch so ihre Probleme zu haben, was – denke ich – daran liegt, dass man in Serien vor allem heutzutage eher die dramatischen Seiten zeigt und nicht immer nur Friede, Freude, Eierkuchen. Andererseits wäre das ja auch langweilig XD

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