Shooter: Serie mit durchschlagendem Erfolg

Es gibt Serien, die werden angekündigt und auf die freue ich mich bereits Monate im Voraus. Bleibt lediglich noch zu hoffen, dass diese Serien dann meine Erwartungen erfüllen. Was meistens der Fall ist, da hab ich einen ganz guten Riecher. Dann gibt es Serien, über die stolper ich eher durch Zufall, habe sie evtl. als Randnotiz mal wahrgenommen. Und das war es dann auch. Dann komm ich irgendwie doch dazu und find sie einfach nur genial. Genau in diese Kategorie fällt auch Shooter.

Vor wenigen Monaten wurde ich mal darauf aufmerksam, als ich beruflich eine Newsmeldung dazu verfassen musste. Die Idee empfand ich als ganz cool. Die Serie war abgespeichert. Irgendwo ganz hinten in meinen Hirnkästchen. Vor kurzem wiederholte Sky1 die Serie an zwei Donnerstagen und da setzte ich mich dann doch vor den Fernseher.

Gefesselt war ich vielleicht nicht von der ersten Minute weg. Auch nicht von der zweiten. Der Einstieg war zwar solide und vielversprechend. Aber abwägen konnte man dennoch noch nicht so wirklich, welche Richtung die Serie so tiefergehend einschlagen würde. Ja, klar, es sollte um einen Ex-Marine gehen, der plötzlich und unschuldig zum Staatsfeind Nummer 1 wird. Soweit war ich auch schon 😀

Ab 10 bis 15 Minuten war dann recht schnell klar: Die Serie wird weitergeguckt.

Zum Auftakt empfand ich insbesondere als spannend, wie die Zeichnungen und Berechnungen über das Bild gelegt wurden, um nachvollziehen zu können, welche Berechnungen und Überlegungen der Shooter anstellt. Diese gingen im Verlauf der Staffel leider gegen Null und traten erst im Finale wieder auf. Diese, aber auch zahlreiche andere Faktoren, trugen dazu bei, dass das „Hier greift alles ineinander wie ein Zahnrädchen in ein anderes“ wesentlich logischer und weniger konstruiert wirkt wie bei z.B. Prison Break (eine Serie, die ich nichtsdestotrotz auch sehr gerne schaute!). Wo bei Prison Break schon sehr, sehr, sehr häufig genau eben jener einzelne, kaum zu erwartende Zufall eintreffen muss, funktioniert bei Shooter die Zahnrädchen-Methodik vor allem, weil der Charakter des Bob Lee Swagger als äußerst gut ausgebildeter Scharfschütze mit enorm viel Wissen glaubhaft vermittelt wird. Er weiß, was er tut und er weiß, wie Menschen unter welchen Umständen und in welchen Situationen reagieren. Und wenn sie doch einmal anders reagieren hat er einen Plan B.

Spannend bleibt es nahezu bis zum Schluss. Erst am Ende – wo dann interessanterweise die Zeichnungen wieder ins Spiel kommen, um die Gedanken von Bob Lee Swagger darzustellen – hat die Serie einen kleinen Hänger. Ab einem bestimmten Punkt wird es dem Zuschauer klar, wie das große Ganze ausgeht. Dennoch gibt es noch viele kleine Details und Nebenhandlungen, die die Serie auch dann noch sehenswert gestalten. Und mit dem Ende ist es schließlich auch nicht getan.

Shooter Staffel 2 kann also kommen. Ich freu mich drauf 🙂

Die Hauptrolle in Shooter haben Ryan Phillippe, Shantel Van Santen, Omar Epps, Cynthia Addai-Robinson und Eddie McClintock inne. Die ersten Staffel der Serie umfasst 10 Episoden.

Schreibe einen Kommentar


Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.