Zoo Staffel 2: Es geht tierisch weiter

Tierisch… Und zugleich wird die Serie futuristischer, was ihre Entwicklungen angeht. Dabei rede ich nicht von Raumschiffen und Co. Viel mehr meine ich damit, die Eingriffe in die Welt der Gene, diverse Mutationen, die auftreten, und eine Insel namens Pangea.

[SPOILER ENTHALTEN!]

Der Cliffhanger zum Ende der ersten Staffel war ja schon mega-fies. Genau an dieser Stelle hat Zoo in der zweiten Staffel weitergemacht. Das Team versucht, Jamie (Kristen Connolly) zu retten, die noch dazu genau bei der Person gelandet ist, die auch den Jaguar gefunden und gerettet hat, der für die Herstellung eines Heilmittels unerlässlich ist. Doch die Tierapokalypse überschlägt sich und die Tiere greifen den Ort an, an dem Jamie vorerst sicher war. Als das Team eintrifft und Jamie nicht finden kann, gibt es daher einige Entscheidungen zu treffen, die noch über Episoden zu Spannungen zwischen Abraham (Nonso Anozie) und Mitch (Billy Burke) führen.

Im Prinzip machen diese Spannungen das Team so interessant. Auf persönlicher Ebene gibt es Probleme, dennoch wird gemeinsam weiterhin an einer Lösung gearbeitet, um das drohende Projekt Noah – die Ausrottung der kranken Tierwelt und die genetische Neubevölkerung der Erde mit allen Tierarten – aufzuhalten. So wird einerseits immer das Team betrachtet, andererseits werden aber auch die Charaktere mit ihren eigenen Problemen, Entscheidungen und Sorgen dargestellt, während die Handlung Stück für Stück vorangetrieben wird.

Schon in Staffel 1 war nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich, welche Person oder Partei gerade so handelt, wie sie handelt. Nur, um später zu offenbaren, was tatsächlich hinter dem Vorgang steckt. Das macht eine gute Serie letztlich auch aus. In Staffel 2 wird Zoo allerdings um einiges vielschichtiger. Selbst, als einige Rätsel gelöst zu sein scheinen, steht fest, dass es noch mehr Geheimnisse gibt und noch weitere Wendungen. Vor allem, was die Familie Oz angeht, kann sich der Zuschauer hier auf einige Überraschungen einstellen, die sich bis in die letzten Minuten der Staffel ergeben.

Das bedeutet allerdings nicht, dass alles in Staffel 2 gut war. Natürlich liegt dies immer im Ermessen des Zuschauers. Es gibt ja auch genug Leute, die die Serie hassen. Mir persönlich wurde die Sache mit der ganzen Pärchen-Bildung irgendwann zu viel. Wenngleich sich das später auch wieder ein wenig relativiert hat. Zugleich konnte ich Abraham irgendwann nicht mehr nachvollziehen. Einerseits lässt er Jamie zurück, da es das einzig Vernünftige in dieser Situation ist. Andererseits hält er daran fest, egal, wie weit die Mutation fortschreitet, Jackson (James Wolk) könnte nie zu dem Bösen werden, das sie in anderen Personen bereits gesehen haben. Das sagt er gefühlt 10x in jeder Folge. Dadurch wird es allerdings nicht realistischer. Als er dann noch vollends überschnappt und damit beginnt, einen Gefangenen zu foltern bzw. zu „töten“, ist der Charakter für mich völlig aus dem Ruder gelaufen. Gut, dass andere Charaktere bodenständig bleiben oder sich sogar zum durchaus Positiven entwickeln.

Insgesamt gestaltet sich die 2. Staffel von Zoo als spannend und interessant und weiß, gut zu unterhalten. Das Ende ist in gewisser Weise rund – wenn auch ziemlich fies 🙁  – in den letzten Minuten wird aber eben durch eine dieser soeben erwähnten Überraschungen der Auftakt für die nächste Staffel vorbereitet, die zum Glück bereits in der Mache ist. Auch wenn es wieder ein ganzes Weilchen dauern wird, bis wir in Deutschland ebenfalls gucken dürfen…

  Zoo Staffel 2 auf DVD *  Zoo Staffel 1 auf DVD *

 

 

Schreibe einen Kommentar


Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.